Sprungnavigation
Von hier aus können Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:

Herzlich willkommen im Berufsförderungswerk Würzburg

Iran-Projekt

Eine Kooperation mit der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit

 Projektauftrag


Abbildung einer iranischen Flagge

Logo der GTZ

Eingebunden in ein Projekt "Berufliche Qualifizierung und Arbeitsmarktreform" wurde dem Berufsförderungswerk Würzburg von der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) ein Projektauftrag erteilt.

Ziel war es, die berufliche und soziale Förderung von Blinden und Sehbehinderten im Iran der Situation in Deutschland gegenüberzustellen und die Möglichkeiten einer bilateralen Unterstützung zu untersuchen.


Foto BFW-Mitarbeiter im Iran  Foto BFW-Mitarbeiter im Iran

Der Kontakt zwischen dem BFW Würzburg und der GTZ, einer Organisation des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, kam durch internationale Projekte zustande, in denen sich das in Veitshöchheim ansässige Berufsförderungswerk seit Jahren engagiert. Im Rahmen eines EU-Projekts hat das BFW Würzburg bereits Blinde und Sehbehinderte in Bulgarien unterstützt.



 Projektbesuch im Iran

Ein erster Projektbesuch fand vom 17. September bis 27. September 2004 statt. Im Rahmen der Auftragstellung waren Frau Petra Baader und Herr Manfred Gerlinger in Teheran und Isfahan, um mit iranischen Fachkräften die Möglichkeiten deutscher Förderung zu identifizieren und inhaltliche Vorschläge zu erarbeiten.

Der Besuch von staatlichen und nicht-staatlichen Institutionen bildete die Basis für die Gespräche mit den Experten vor Ort. "Am meisten beeindruckt im Iran die Herzlichkeit und Aufrichtigkeit der Menschen" sagt Petra Baader vom Berufsförderungswerk (BFW) Würzburg und schwärmt von der Gastfreundschaft, die die iranischen Gastgeber ihren deutschen Gästen entgegenbrachten. "Sehbehinderte und Blinde haben im Iran bisher nur begrenzte Möglichkeiten der beruflichen Wiedereingliederung" erläutert Manfred Gerlinger die Ausgangsposition der Gespräche unter der Leitung des iranischen Ministerium für Arbeit und Soziales. Frauen haben es dabei besonders schwer

Foto BFW-Mitarbeiter im Iran   Foto BFW-Mitarbeiter im Iran

Dabei liegt die Quote der Studienanfängerinnen im männerdominierten Iran bei erstaunlichen 62 Prozent. Auch die Rate der Analphabeten im Land ist weitaus geringer als in anderen Schwellenstaaten. "Hier ist man zunächst bestrebt, einen Hochschulabschluss zu erzielen" fasst Petra Baader ihre Eindrücke zusammen. Hintergrund: Im Iran gibt es, anders als in Deutschland, keine anerkannten Ausbildungsberufe. Entsprechend beschränkt sich die berufliche Förderung der rund 500.000 blinden Menschen im Iran meist auf die Vermittlung musischer oder handwerklicher Fertigkeiten wie etwa Teppichknüpfen oder Intarsienarbeiten.

Der Besichtigung der Redaktions- und Produktionsräume der Blindenzeitung "Iran Sepeed" stellte, neben dem Besuch verschiedener Blindeneinrichtungen, einen der Höhepunkte der Reise dar. Die - zusammen mit einer asiatischen Zeitung - weltweit einzige täglich in Punktschrift erscheinende Publikation wird auf persisch herausgegeben und setzte die Besucher aus dem unterfränkischen Veitshöchheim prompt auf die Titelseite.

Foto BFW-Mitarbeiter im Iran   Foto BFW-Mitarbeiter im Iran

Das Fazit von Petra Baader und Manfred Gerlinger ist überaus positiv: Trotz geringer staatlicher Finanzierungsmöglichkeiten sei die Förderung der blinden und sehbehinderten Menschen im Iran vorbildlich. "Was das enorme soziale Engagement und den unermüdlichen Einsatz der vielen Ehrenamtlichen anbelangt, können wir Deutsche vom Iran noch viel lernen" fassen sie ihren Gesamteindruck zusammen.


 Weitere Schritte

Foto BFW-Mitarbeiter im Iran   Foto BFW-Mitarbeiter im Iran

Wie das weitere Vorgehen in dem erfolgreich angestossenen Projekt aussieht, wird nun zwischen dem BFW Würzburg und der GTZ abgestimmt. Im nächsten Schritt ist ein Gegenbesuch von Vertretern staatlicher und nicht-staatlicher Organisationen aus dem Iran in Unterfranken geplant. Im BFW Würzburg freut man sich auf die Fortsetzung der Gespräche und sieht der weiteren Zusammenarbeit mit der Islamischen Republik Iran optimistisch entgegen.


Foto ManfredGerlinger
Über das Iran-Projekt informiert Sie gern



Manfred Gerlinger
Leiter Operative Geschäftsfelder
Fon 0931 9001-172
manfred.gerlinger@bfw-wuerzburg.de

 

   Zurück zur Projektübersicht