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Herzlich willkommen im Berufsförderungswerk Würzburg

Presseartikel-Archiv

Ältere Presseberichte aus dem BFW Würzburg

Die Chance auf ein fast normales Berufsleben
25 Jahre gibt es das Berufsförderungswerk Würzburg
2005-07-05

VEITSHÖCHHEIM (GZ) - "Das Berufsförderungswerk für Blinde und Sehbehinderte mit Sitz in Veitshöchheim hat den Schritt von der Umschulungseinrichtung zu einem modernen sozialen Dienstleistungsunternehmen vollzogen." Dieses Fazit zog Ministerialdirigent Burkard Rappl, der beim Festakt zum 25. Jubiläum des BFW stellvertretend für Sozialministerin Christa Stewens die Festrede hielt.

Foto der Ehrengäste beim Festakt

3000 Rehabilitanden hat das BFW in diesen 25 jahren einen beruflichen Neuanfang ermöglicht, führte Geschäftsführer Alfred Schulöz in seiner Bilanz aus. Unter den vergleichbaren Einrichtungen in Deutschland stehe das BFW damit an erster Stelle. Auch der Arbeitsmarkt akzeptiere die erlangten Abschlüsse und Qualifizierungen, was Vermittlungsquoten von rund 80 Prozent belegen. Voller Stolz hob deshalb der Vorsitzende des Gesellschafterrats, Otto Umscheid, die Leistungen des BFW hervor. Es ist aber auch im Jubiläumsjahr nicht alles eitel Sonnenschein, vor allem durch die angespannte Situation der öffentlichen Hand.

Dankbar nahm deshalb Geschäftsführer Schulz die Ankündigung von Ministerialdirigent Rappl zur Kenntnis, dass der Freistaat Bayern ein mit drei Millionen Euro ausgestattetes Programm aufgelegt hat, um Arbeits- und Ausbildungsplätze für schwer behinderte Menschen zu erschließen.

Die enorme Bedeutung des BFW für Veitshöchheim als Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber hob Bürgermeister Rainer Kinzkofer hervor. Als Gemeinderat und seit 19 Jahren als Bürgermeister habe er miterlebt, wie stetig das Angebot des BFW personell und räumlich vervollkommnet wurde.

Die Erfolgsstory des BFW würdigten in Grußworten auch LVA-Direktor Willi Willecke und der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der 28 deutschen Berufsförderungswerke Manfred Thrun.

Der bei der Polizeiinspektion Kelheim beschäftigte ehemalige Rehabilitand Erich Milde hob das Erlernen der Punktschrift als wichtigste Voraussetzung für die berufliche Integration hervor. Ein Handicap sind für viele jedoch die hohen Anschaffungskosten eines Computers mit Braille-Zeile von rund 8 000 Euro.

Wolfgang Baum, Inhaber des Hilfsmittelherstellers Baum Retec AG, hat deshalb für die Förderung der Punktschrift einen Wettbewerb gestiftet und in dessen Rahmen im Lauf von 5 Jahren insgesamt 40 000 Euro zur Verfügung gestellt.



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