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Presseartikel-Archiv

Ältere Presseberichte aus dem BFW Würzburg

Seit 25 Jahren berufliche Rehabilitation
Feierliche Übergabe des Erweiterungsbaus beim Neujahrsempfang imBFW Würzburg
MAIN-POST 2005-01-28

Großer Beliebtheit erfreut sich schon seit vielen Jahren der traditionelle Neujahrsempfang des Berufsförderungswerks Würzburg gGmbH (BFW). Weit über 100 Gäste aus Kirche, Politik, Wirtschaft und Bildungs- und Sozialleistungsträger schätzen alljährlich nicht nur die kulinarischen Köstlichkeiten, die Geschäftsführer Alfred Schulz und seine Betriebsmanagerin Lotte Will auftischen. Von großer Originalität ist jedes Jahr auch das Rahmenprogramm. Glanzpunkt des Abends war so heuer der famose Auftritt des Bad Kissinger Kabarettisten Michl Müller.

Foto vom Neujahrsempfang

Foto vom Neujahrsempfang

Nach seiner Unternehmens-Philosophie "Wir sind Streber und haben den Ergeiz ständig die Nase vorn zu haben" verblüffte der Geschäftsführer schon zu Beginn seine Gäste, als er im abgedunkelten Saal ein kleines Feuerwerk auf einem Eisblock entzünden ließ. Damit und mit der im Eis eingelassenen und hinterleuchteten Zahl 25 verdeutlichte er auch symbolisch die besondere Bedeutung des diesjährigen Events.

Das seit 1980 in Veitshöchheim ansässige BFW, das mit 278 Ausbildungs- und 205 Internatsplätzen bundesweit die größte überregionale Einrichtung zur Wiedereingliederung von Blinden und Sehbehinderten ins berufliche und soziale Leben ist, kann nämlich heuer auf ein Vierteljahrhundert äußerst erfolgreiche berufliche Rehabilitation zurückblicken.

Der Neujahrsempfang bildete den Auftakt einer Reihe von Veranstaltungen im Jubiläumsjahr, aus denen am 30. April ein Festakt mit Bayerns Sozialstaatsministerin Christa Stewens und am 8. Oktober ein Bürgerfest herausragt. Zugleich erlebte beim Neujahrsempfang der multifunktionale Veranstaltungs- und Konferenzraum im zweiten Obergeschoss des soeben fertig gestellten Erweiterungsbaus seine gelungene Feuertaufe. Architekt Michael Franzke erklärte bei der obligatorischen Schlüsselübergabe an den Geschäftsführer voller Stolz, dass es gelungen sei, den Erweiterungsbau mit sei-nen Ausbildungs-, Büro- und Konferenzräumen mit einer Nutzfläche von insgesamt 460 Quadratmeter durch ein Bogendach aus vorgefertigen Zinkblechen und der komprimierten Fassa-denverkleidung aus Metallelementen und Wärmeputz harmonisch in die umgebende Bebauungslandschaft einzubinden.

"Wir haben die Vergangenheit und Gegenwart gemeistert und sind gespannt auf 2005", mit diesen Worten zeigte sich Geschäftsführer Schulz in seiner Rede trotz immer schlechterer Rahmenbedingungen optimistisch, auch im Jubi-läumsjahr erfolgreich zu sein. Als Geheimnis der bisherigen Erfolge nannte er die Bereitschaft, sich immer neu dem Markt zu stellen, Kundenwünsche aufzunehmen und neue Angebote zu machen. Nach der E-Learning-Plattform im Vorjahr offerierte Schulz als neuestes Angebot "European Business Driving License" (EBDL). Das bedeutet, dass man neuerdings beim BFW den europäischen Wirtschaftsführerschein erwerben kann, denn des BFW ist seit Jahresbeginn akkreditiertes Prüfzentrum. Oberstes Betriebsziel sei es, zuverlässig qualitativ hochwertige Dienstleistungen auf dem neuesten Stand und Besseres als andere über Jahre hinweg anzubieten. Nach der DIN ISO 9001-Zertifierung durch den TÜV Rheinland im Jahr 2001 hat das BFW erst im Dezember 2004 auch das Wiederholungs-Audit bestanden.

Seine große Freude über den gelungenen Erweiterungsbau als sichtbares Zeichen für die dynamische Weiterentwicklung des BFW in den letzten Jahren brachte Otto Umscheid als Vorsitzender des BFW-Gesellschafter-rates und Vorstandsmitglied des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbunds e.V. zum Ausdruck. Kritisch äußerte er sich jedoch zu der in vielen Bereichen nicht besonders erfreulichen sozialpolitischen Entwicklung. Es müsse nachdenklich stimmen, so sagte er, wenn Sozialpolitiker in erster Linie zu Sachwaltern der Haushalte werden, statt Sachwalter der ihnen anvertrauten Menschen zu sein. Die Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe habe deshalb 2004 im Kampf um den Erhalt des Nachteilsausgleichs erstmals in München und Hannover demonstriert. Angesichts der für Blinde und Sehbehinderte verschlechterten Arbeitsmarktsituation habe deshalb die berufliche Qualifizierung des BFW eine herausragende Bedeutung. Den Verantwortlichen der Arbeitsagenturen und der Rentenversicherungen, die etwa je zur Hälfte die Reha-Maßnahmen finanzieren, müsse klar gemacht werden, dass ohne fundierte Qualifizierung eine berufliche Eingliederung nicht gelingen kann.

Das BFW als segensreiche Einrichtung lobte denn auch Bürgermeister Rainer Kinzkofer. Mit 140 Mitarbeitern sei das soziale Dienstleistungsunternehmen ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und mit der größte Arbeitgeber am Ort. Die Gemeinde habe sich gern der Verantwortung gestellt, im öffentlichen Bereich alles zu tun, was sinnvoll, notwendig und gewünscht war, damit sich die Rehabilitanden in Veitshöchheim als Gäste auf Zeit wohl fühlen.



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