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Presseartikel-Archiv

Ältere Presseberichte aus dem BFW Würzburg

Mehr als Worte: Theater mit Fingersitzengefühl
Theater-Ensemble wird künftig Bühnenstücke blindengerecht inszenieren
MAIN-POST 2005-01-19

Das private theater ensemble und das Berufsförderungswerk (BFW) Würzburg erweitern das kulturelle Angebot für sehbehinderte und blinde Menschen in der Region Würzburg. Die in der Frankfurter Straße ansässige Bühne inszeniert künftig Theaterstücke in blindengerechter Form und erhält hierzu die technische Unterstützung des Veitshöchheimer Bildungszentrums für blinde und sehbehinderte Erwachsene.

"Viel muss gar nicht verändert werden", betonen die beiden blinden Lehrkräfte Sonja Brell und Marianne Ebert vom BFW Würzburg. "Wir erstellen in erster Linie Punktschriftunterlagen, die vor der Aufführung an blinde oder sehbehinderte Besucher verteilt werden." Diese beinhalten einen kurzen Abriss des Stückes und erläutern Szenen, die akustisch nicht interpretiert werden können. Zudem sorgt Theaterprincipal Norbert Bertheau in Zusammenarbeit mit dem BFW Würzburg dafür, dass vor Beginn des Stückes Bühnenraum und Bühnenbild erläutert werden. Weiter stellen die Schauspieler sich selbst, ihre Rolle und ihre Kostüme kurz vor und achten vermehrt auf die passende Geräuschkulisse und genaue Artikulation. Wichtig ist den beiden Kooperationspartnern auch, dass die Vorstellungen nur minimal angepasst werden und somit - im Sinn der Integration - für normalsichtiges, sehbehindertes und blindes Publikum gleichermaßen interessant sind.

"Alles, was wir Blinde brauchen, ist die Rahmenhandlung und einige Anhaltspunkte zu dem Geschehen auf der Bühne. Der Rest ist Kino im Kopf....", unterstreichen die beiden BFW-Mitarbeiterinnen und hoffen auf das rege Interesse der blinden und sehbehinderten Menschen in und um Würzburg.

"Wir freuen uns, dass das theater ensemble sein Repertoire nun auch sehbehinderten und blinden Menschen anbietet und hoffen, dass sich andere kulturelle Institutionen davon inspirieren lassen" unterstreicht BFW-Geschäftsführer Alfred Schulz.



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