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Presseartikel-Archiv

Ältere Presseberichte aus dem BFW Würzburg

Call Center geben blinden Menschen Arbeit
10 Jahre Fachkraft Telefonmarketing am BFW Würzburg
MAIN-POST 2004-12-21

Telefonmarketing kam vor allem in Amerika Anfang der 80er Jahre in Mode, als Heny Ford die ersten Call Center einrichtete. Unter dem Begriff Service Center breitet sich auch in Deutschland diese Einrichtung immer weiter aus.

So hat die Main-Post in Würzburg ein Service Center, ebenso die Arbeitsagenturen. Viele Behörden und Städte ziehen nach. Bereits 1994 leistete das Berufsförderungswerk in Veitshöchheim Pionierarbeit und bot als bundesweit erste Einrichtung die Ausbildung Fachkraft Telefonmarketing für sehbehinderte und blinde Menschen an. 34 sehbehinderte und 47 blinde Kursteilnehmer bildete der selbst blinde Lehrer Heiner Gschwind mit aus. Er hatte damals die Idee dazu, als es bei einem Projekt mit der Firma IBM darum ging, was man für Blinde noch tun könne, um sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

30 Absolventen der letzten zahn Jahre kamen nun aus allen Teilen Deutschlands auf Einladung des BFW zur Jubiläumsfeier nach Veitshöchheim und informierten sich über die neuesten Entwicklungen auf dem Call-Center-Markt.

So eröffnet nun das BFW auch Weiterbildungsmöglichkeiten mittels Internet. Die erste für blinde und sehbehinderte Menschen entwickelte eLearning-Plattform hat den Riesenvorteil für die Teilnehmer, dass sie die Kurse von zu Hause aus belegen können und nur wenige Tage in Veitshöchheim präsent sein müssen.

"Unsere angehenden Call-Center-Mitarbeiter bearbeiten ausschließlich externe Aufträge wie Adressqualifizierungen oder Terminvereinbarungen. Fingierte Gespräche gibt es nicht", sagt Susann Strömer vom Berufsförderungswerk (BFW) Würzburg und unterstreicht damit den hohen Praxisbezug der Ausbildung in dem Veitshöchheimer Bildungszentrum.

Die 6-monatige Ausbildung schließt sich meist an die Qualifizierung zum Telekommunikationsoperator an, endet mit einem IHK-Abschluss und erhöht die Vermittlungschancen der Absolventen enorm. "Rund 75 Prozent unserer Teilnehmer finden eine feste Arbeitsstelle, meist eine Tätigkeit im Bereich der Call-Center" ergänzt die Leiterin Qualifizierung Petra Baader. Dass die Teilnehmer stark sehbehindert oder blind sind, bekomme der Telefonpartner am anderen Ende der Leitung nicht mit.



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