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Pressemeldungen

Berichte aus dem BFW Würzburg

Bestmögliche Arbeitsbedingungen für Blinde und Sehbehinderte
BFW Würzburg mit neuem Farb- und Lichtraum
Badische Zeitung 2006-01-26

"Unsere sehbehinderten Kunden erhalten von uns ab sofort eine noch passgenauere Beratung" erklärt Alfred Schulz, Geschäftsführer des Berufsförderungswerk (BFW) Würzburg. Das Bildungszentrum, das sich auf die berufliche Wiedereingliederung blinder und sehbehinderte Menschen spezialisiert hat, nutzt jetzt einen nach neuesten lichttechnischen Erkenntnissen gestalteten Farb- und Lichtraum.

Foto maria Pydynkowski

Betroffene aus dem gesamten Bundesgebiet kommen ins BFW Würzburg, um dort die genaue Beurteilung ihrer Sehbehinderung und deren Auswirkung auf den Arbeitsplatz zu erhalten. "Die meisten unserer Kunden sind berufstätig. Durch ihre Sehprobleme haben sie jedoch Schwierigkeiten, ihrer Tätigkeit am PC in gewohntem Umfang und gewohnter Qualität nachzugehen" erläutert Manfred Gerlinger, Leiter der Abteilung Assessment am BFW. "Eine unserer Aufgabe ist es, zu überprüfen, ob und wie der erlernte Beruf weiter ausgeübt werden kann."

Konkrete Praxisübungen am PC-Bildschirm geben darüber Aufschluss, ob die Sehleistung des Probanden - bei optimaler Beleuchtung und mit entsprechenden Vergrößerungsgeräten - für das weitere sehbehindertengemäße Ausüben des bisherigen Berufes ausreicht. Ist die Sehbehinderung mit Sehhilfen nicht auszugleichen und so für das Fortführen des erlernten Berufs zu umfangreich, steht meist eine Umschulungsmaßnahme im BFW Würzburg an.

Mit dem nun zur Verfügung stehenden Farb- und Lichtraum kann das Untersuchungsspektrum am BFW Würzburg nochmals erweitert werden. Neben der für den Betroffenen optimalen Lichtintensität und Lichtfarbe wird ermittelt, ob der Bildschirminhalt des PC am besten mit Tageslicht, Deckenbeleuchtung, Stehlampe oder Tischleuchte wahrgenommen wird. "Meist ist die Lösung auch ein Mix aus verschiedenen Beleuchtungsarten", betont BFW-Sehhilfenexpertin Jutta Walther und stellt klar: "Für jeden Kunden gibt es eine ganz eigene, individuelle Lösung seines Sehproblems. Genau die finden wir mit unseren Praxistests heraus". Das gehe allerdings nicht von heute auf morgen. Um am BFW Würzburg die bestmögliche Beleuchtungs- und Hilfsmittel-Konstellation zu ermitteln, werden die konkreten Kundenbedürfnisse in der Regel innerhalb eines Zeitraums von ein bis zwei Wochen erprobt.

"Endlich kann ich mein Sehvermögen bestmöglich nutzen" zeigt sich der sehbehinderte Ulrich Hühn am Ende seiner mehrtägigen Erprobung hoch zufrieden mit dem Ergebnis. Der vor seiner Seheinschränkung in der Steuerberatung tätige 49-Jährige weiß jetzt genau, mit welchen Geräten er sein verbliebenes Sehvermögen am besten nutzen kann. "Mit den vom BFW Würzburg empfohlenen Hilfsmitteln kann ich bald wieder richtig loslegen" blickt der Familienvater optimistisch in die Zukunft. Im nächsten Schritt strebt er die berufliche Wiedereingliederung durch die zwölf Monate dauernde IBS-Maßnahme (Integration Blinder und Sehbehinderter) des BFW an. Die auf seine verbliebene Sehleistung maßgeschneiderte Vergrößerungs-Software und die entsprechenden Beleuchtungsmittel wurden von Jutta Walther haarklein erfasst, werden nun bereits in der BFW-Ausbildungsphase passgenau umgesetzt und später an den neuen Arbeitgeber weitergegeben.

Fazit der "Stippvisite" des gebürtigen Berliners am BFW Würzburg: Ulrich Hühn ist - die Zusage der Deutschen Rentenversicherung Bund vorausgesetzt - mit Abschluss seines IBS-Kurses wieder fit für den Beruf und steht interessierten Arbeitgebern auf diese Weise bald wieder mit voller Arbeitskraft zur Verfügung.

Sollten auch Sie Sehprobleme erkannt haben, die sich negativ auf ihre Arbeitsleistung auswirken, stehen Ihnen die Experten des BFW Würzburg für ein Beratungsgespräch unter Telefon 0931 9001-172 oder E-Mail gerlinger@bfw-wuerzburg.de gerne zur Verfügung.



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