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Pressemeldungen

Berichte aus dem BFW Würzburg

Blindenfußballer auf Bundesligakurs
Bayerischer Fußball-Verband spendet 2000 EURO für das BFW Würzburg
MAIN-POST 2008-02-01

Veitshöchheim - Die Blindenfußballer des Berufsförderungswerkes (BFW) Würzburg, Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte, haben Grund zur Freude. Sie bilden mit den Kickern aus der Landeshauptstadt Berlin eine Spielergemeinschaft und sind somit Gründungsmitglied der ab März startenden Blindenfußball-Bundesliga.

Foto von der Scheckübergabe

Zur Anschaffung der für den Spielbetrieb dringend benötigten Spielfeldumrandung überbrachte der Vizepräsident des Bayerischen Fußball-Verbandes, Rolf Eppelein eine Spende über 2000 Euro. „Das Geld können wir sehr gut gebrauchen“, betonten BFW-Geschäftsführer Alfred Schulz und Trainerin Martina Junker anlässlich der Scheckübergabe. Die Blindenfußballer des BFW Würzburg jagen seit Ende 2006 dem Ball nach, der durch Rasseln akustisch wahrgenommen wird.

Die körperbetonte Sportart Blindenfußball ist seit der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland auf dem Vormarsch. Das Spiel funktioniert – fast – wie der Fußballsport für Sehende. Auf jeder Seite stehen sich vier blinde Spieler mit Augenbinde gegenüber. Sie versuchen, den Ball in den handballtorgroßen Kasten des gegnerischen sehenden Torwarts zu schießen. Das Spielfeld ist 40 Meter lang und 20 Meter breit. Die speziellen Blindenfußbälle sind mit einer Rassel versehen und akustisch wahrnehmbar.

„Knackpunkt beim Blindenfußball ist die Orientierung und das Dribbeln“, weiß BFW-Blindenfußballer Marcel Heim. „Beim Dribbeln pendelt der Ball zwischen dem linken und dem rechten Fuß hin und her, so umspielt man die Gegenspieler“, erläutert der 22-Jährige. Das klingt einfach, ist aber – gerade am Anfang – enorm schwer.

Zur besseren Orientierung ist das Spielfeld an der Längsseite von stabilen Banden umgrenzt. Zudem rufen die Spieler, sobald sie aufeinander zulaufen, das Wort „voy“. Das ist spanisch und heißt so viel wie „ich komme“. Dritter wichtiger Bestandteil zur Orientierung sind die Guides und Trainer, die jede Mannschaft am Spielfeldrand stehen hat und die ebenfalls Kommandos geben. „Das ist manchmal schon ein ziemliches Stimmengewirr“, erinnert sich Heim an die ersten Turniere des BFW-Teams, das sich nun auf den bundesweiten Spielbetrieb und die Teamkollegen aus Berlin freut.



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