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Pressemeldungen

Berichte aus dem BFW Würzburg

Blinde Menschen bekommen eine neue berufliche Chance
30 Jahre Berufsförderungswerk in Veitshöchheim
MAIN-POST 2010-01-23

Unter einem besonderen Zeichen stand der Neujahrsempfang im Casino des Berufsförderungswerkes für erwachsene Blinde, zu dem Geschäftsführer Alfred Schulz zahlreiche Gäste aus Kirche, Politik, Wirtschaft und von Bildungs- und Sozialleistungsträgern eingeladen hatte.

Foto der Ehrengäste

2010 blickt nämlich das BFW auf sein 30jähriges Wirken in Veitshöchheim zurück. Die Einrichtung wurde 1962 in Saulgrub als Süddeutsches Rehabilitationswerk für erwachsene Blinde gegründet und dessen Sitz 1973 nach Würzburg verlegt.

Nach der Grundsteinlegung 1978 durch den damaligen Ministerpräsidenten Alfons Goppel konnte dann am 1. Juli 1980 in Veitshöchheim die Ausbildung sehbehinderter und blinder Menschen in neuen Räumen, mit moderner Ausstattung und zeitgemäßen Methoden beginnen. Geschäftsführer Schulz freute sich sehr, dass nun anlässlich des 30-jährigen Bestehens die Präsidentin des Bayerischen Landtags Barbara Stamm die Festrede hielt.

„Wir haben noch längst nicht genug für Menschen mit Behinderung getan“ stellte die Sozialpolitikerin angesichts der in Bayern lebenden rund 16 000 blinden und über 60 000 hochgradig sehbehinderten Menschen fest.

Es habe zwar auch in Bayern ein Paradigmenwechsel in der Politik für Menschen mit Behinderung stattgefunden. Von der bloßen Fürsorge sei man weggekommen hin zur gleichberechtigten Teilhabe. Ziele moderner Bildungspolitik seien nun Chancengerechtigkeit, Integration und Teilhabe. So sei in dem seit 31. Juli 2008 unbefristet geltenden Bayerischen Behindertengleichstellungsgesetz und der am 26. März 2009 in Kraft getretenen UN-Behindertenrechtskonvention festgeschrieben, besonders auch im Arbeitsleben Barrieren abzubauen. Daraus aber alltägliche, praktische Konsequenzen zu ziehen, müssten viele noch lernen und begreifen.

Stamm zeigte sich beeindruckt, dass gerade das BFW seit Jahrzehnten Großartiges leiste, in dem es den Menschen neue berufliche Perspektiven und neue Lebenschancen eröffne.

Im aufgrund der Wirtschaftskrise nicht einfachen Jahr 2009, sagte Geschäftsführer Schulz rückblickend, habe das BFW als soziales Dienstleistungsunternehmen seine Aufgabe, Blinde und Sehbehinderte in Arbeit und Gesellschaft zu integrieren, gut gelöst. Als einen weiteren Höhepunkt im vergangenen Jahr führte er die Eröffnung einer vierten Geschäftsstelle in Wiesbaden an. Es erfülle ihn mit Stolz, dass das BFW neben der Hauptstelle in Veitshöchheim nun auch in den vier Landeshauptstädten München, Hannover, Erfurt und Wiesbaden erfolgreich tätig sei.

Mit 209 Ausbildungsplätzen, 199 Internats-Einzelzimmern und über 20 verschiedenen Vorbereitungs- und Weiterbildungskursen ist das BFW Deutschlands größtes Berufsförderungswerk für blinde und sehbehinderte Erwachsene.

Ins BFW verlagert hat das Gymnasium Veitshöchheim seine Mensa. Das BFW biete so laut Schulz den Schülern neben der Mittagsverpflegung eine gelebte Integration, für alle eine Win-win-Situation.

Anlässlich des 30jährigen Bestehens offerierte das Küchenteam um Lotte Will den Gästen ein kalt-warmes Buffet mit exquisiten Leckereien und Desserts. Für Unterhaltung sorgte der Entertainer Rolf Herzel alias Hauptmann Küppers



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