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Herzlich willkommen im Berufsförderungswerk Würzburg

Pressemeldungen

Berichte aus dem BFW Würzburg

Im Dialog mit blinden und sehbehinderten Teilnehmern
Vorsitzender des Paritätischen besucht BFW Würzburg
UNSER WÜRZBURG - www.unser-wuerzburg.de

Das direkte Gespräch mit blinden und sehbehinderten BFW-Teilnehmern suchte Dr. Eberhard Jüttner, Vorsitzender des Deutschen Paritätischen Wohlfahrts-verbandes, anlässlich seines Besuchs beim Berufsförderungswerk (BFW) Würzburg. Begleitet von Hans-Werner Loew, dem Vorsitzenden des Paritätischen in Unterfranken, informierte sich Jüttner rund um die beruflichen Perspektiven für blinde und sehbehinderte Erwachsene.

Foto Dr. Eberhard Jüttner und Hans-Werner Löw vom Päritätischen, BFW-Geschäftsführer Alfred G. Schulz

„Über 70 Prozent unserer Absolventen finden langfristig wieder einen Arbeitsplatz“, betonte BFW-Geschäftsführer Alfred Schulz gegenüber den Besuchern. Über 200 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet werden in Veitshöchheim vorwiegend in Büro-, Verwaltungs-, Metall- und IT-Berufen ausgebildet und erhalten anschließend Unterstützung beim Bewerben auf dem ersten Arbeitsmarkt. „Viele Arbeitgeber haben immer noch Vorbehalte, blinde oder sehbehinderte Mitarbeiter einzustellen“, erläuterte Schulz und ergänzte: „Mit den auf ihre Bedürfnisse maßgeschneiderten Hilfsmitteln, wie Bildschirm-Lesegeräten oder Braillezeilen, sind Mitarbeiter mit Seh-Handicap genauso leistungsfähig wie ihre sehenden Kollegen.“

Dass dem so ist, erfuhren die Besucher bei einer Hospitation im Assessment des Bildungszent-rums und der Stippvisite in einem Punktschriftkurs. BFW-Teilnehmer Simon Felber, der in Veitshöchheim gerade die Punktschrift erlernt, erläuterte den Gästen, mit welchen Hilfsmitteln er wieder am PC arbeiten und sich neue Inhalte erschließen kann. Nach einem Unfall vor zwei Jahren muss der 27-Jährige mit 2 Prozent seines Sehrestes klarkommen. Im Dialog mit den Gästen stellte der gelernte Industriemechaniker klar: „Viele denken, als blinder Mensch hat man keine beruflichen Perspektiven mehr.“ Das stimme überhaupt nicht. Im Gegenteil: „Ich plane, nach dem Erlernen der Punktschrift zu meinem Arbeitgeber zurückzukehren und dort in der Auftragsarbeitung tätig zu werden.“



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